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Digitalisierung in Apotheken: Geschäfts- und Steuervorteile

Februar 18, 2025

Die Apothekenbranche in Österreich steht 2025 vor einem digitalen Wandel. Von der Einführung des E-Rezepts bis hin zu Online-Shops und automatisierten Prozessen – die Digitalisierung bietet Apotheken die Möglichkeit, ihre Effizienz zu steigern, neue Kundengruppen zu erreichen und steuerliche Vorteile zu nutzen. In diesem Artikel beleuchten wir die neuesten Trends, wie Sie Ihre Apotheke zukunftssicher machen können, und zeigen auf, welche steuerlichen Vorteile Sie dabei erwarten.

Eine minimalistische Komposition verschiedener Medikamentenformen auf einem schlichten grünen Hintergrund. Ein silberner Löffel mit einer gelben Flüssigkeit, gefolgt von einer Reihe verschiedener Medikamente - von Tabletten bis hin zu Pulver - symbolisiert die Vielfalt moderner Arzneimittelversorgung.

1. E-Rezept: Die digitale Verordnung wird Standard

Das E-Rezept ist mittlerweile in Österreich flächendeckend eingeführt und hat die Art und Weise revolutioniert, wie Rezepte ausgestellt und eingelöst werden. Patienten können ihre Rezepte digital über Apps oder die E-Card einlösen, was den Prozess für Apotheken effizienter macht.

Vorteile für Apotheken:

  • Effizienzsteigerung: Automatisierte Prozesse reduzieren den Verwaltungsaufwand und ermöglichen eine schnellere Abwicklung.
  • Sicherheit: Verschlüsselte Datenübertragung schützt sensible Patientendaten (Sozialversicherung.at).
  • Flexibilität: Patienten können Rezepte direkt an Versandapotheken oder lokale Apotheken übermitteln.

Praxis-Tipp: Nutzen Sie Tools wie die E-Medikation oder MeineSV, um Ihren Kunden eine nahtlose Integration des E-Rezepts anzubieten. Eine Umfrage der IGEPHA zeigt, dass Apotheken mit digitalisierten Prozessen einen höheren Umsatz bei rezeptfreien Medikamenten erzielen können.

Eine minimalistische Aufnahme von Händen an einer weißen Tastatur mit einer schwarzen Kreditkarte, die den modernen, digitalen Zahlungsverkehr repräsentiert. Das cleane Setup mit weißer Tastatur und Mouse unterstreicht den professionellen Charakter.

2. Online-Shops: Der Einstieg in den digitalen Handel

Die Nachfrage nach Online-Apotheken wächst rasant. Kunden erwarten zunehmend die Möglichkeit, Medikamente und Gesundheitsprodukte online zu bestellen. Ein prominentes Beispiel ist die Drogeriekette dm, die 2025 plant, eine eigene Online-Apotheke für rezeptfreie Medikamente (OTC) zu starten (5min.at).

Wie lokale Apotheken mithalten können:

  1. Omnichannel-Strategie: Kombinieren Sie Ihren stationären Betrieb mit einem benutzerfreundlichen Online-Shop.
  2. Personalisierte Angebote: Nutzen Sie KI-basierte Tools, um individuelle Produktempfehlungen zu erstellen.
  3. Regionale Kooperationen: Schließen Sie sich mit anderen Apotheken zusammen, um Logistik und Marketingkosten zu teilen.

Beispiel: Ein Verbund von Apotheken kann gemeinsam einen Online-Shop betreiben und so von Synergieeffekten profitieren.

Ein stilvoll beleuchteter Laptop in warmen Rot- und Orangetönen vor schwarzem Hintergrund. Die beleuchtete Tastatur und der schimmernde Bildschirm vermitteln eine moderne, technologische Atmosphäre.

3. Steuervorteile: Digitalisierung zahlt sich aus

Die österreichische Regierung fördert Digitalisierungsmaßnahmen durch attraktive steuerliche Anreize:

Investitionsfreibetrag

  • Bis zu 15 % der Kosten für digitale Tools wie Lagerverwaltungssysteme, CRM-Lösungen oder E-Rezept-Software können zusätzlich zur regulären Abschreibung abgesetzt werden (WKO).

Betriebsausgaben

  • Kosten für den Aufbau eines Online-Shops, Cloud-Lösungen oder digitale Marketingmaßnahmen sind voll absetzbar (Finanz.at).

Öko-Bonus

  • Investitionen in energieeffiziente Server oder nachhaltige Verpackungslösungen werden zusätzlich gefördert (ca. 5% Bonus).

Praxis-Tipp: Dokumentieren Sie alle Ausgaben sorgfältig, um später steuerliche Vorteile geltend machen zu können.

Eine abstrakte 3D-Darstellung mit geometrischen Formen in Violett, Rot und Pastelltönen auf hellem Hintergrund. Die ineinandergreifenden Formen symbolisieren Vernetzung und automatisierte Prozesse.

4. Automatisierung und KI: Effizienz steigern

Die Integration von Automatisierungstools und Künstlicher Intelligenz (KI) ermöglicht es Apotheken, ihre Prozesse weiter zu optimieren:

  • Automatisierte Lagerverwaltung: KI-basierte Systeme analysieren Verkaufsdaten und optimieren Bestellungen.
  • Robotik in der Logistik: Kommissionierroboter beschleunigen den Versand von Medikamenten.
  • Chatbots: Automatisierte Kundenkommunikation ermöglicht es Apotheken, rund um die Uhr Fragen zu beantworten.

Beispiel: Ein KI-System erkennt saisonale Trends wie erhöhte Nachfrage nach Vitamin-D-Präparaten im Winter und passt Lagerbestände automatisch an (Lumistry).

5. Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Nachhaltigkeit wird auch in der Pharmabranche immer wichtiger. Kunden bevorzugen zunehmend Unternehmen, die umweltfreundlich agieren:

  • Einführung von Mehrwegverpackungen für Versandapotheken.
  • Nutzung von Solaranlagen zur Energieversorgung der Apotheke.
  • Förderung nachhaltiger Produkte wie Naturkosmetik oder biologischer Nahrungsergänzungsmittel.

Diese Maßnahmen verbessern nicht nur das Image Ihrer Apotheke, sondern können auch steuerlich gefördert werden.

Fazit: Digitalisierung als Chance nutzen

Die Digitalisierung bietet Apotheken 2025 immense Chancen – von effizienteren Prozessen über neue Umsatzquellen bis hin zu steuerlichen Vorteilen. Während große Player wie dm in den Markt drängen, können lokale Apotheken durch Omnichannel-Lösungen, Automatisierung und Nachhaltigkeit wettbewerbsfähig bleiben.

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